Begriffslexikon

Anhydroglucose-Einheit

Monomerer Bestandteil der Stärkepolymere Amylose und Amylopektin.
Es entspricht einem Glukosemolekül aus dem die Elemente des Wassers entfernt wurden (2 H-Atome, 1 O-Atom).

Anhydroglucose-Einheit2015-07-15T09:52:43+02:00

Anionische/Anionaktive Stärke

Modifizierte Stärke, die eine oder mehrere funktionelle Gruppen besitzt, die in wäßriger Lösung unter Bildung negativ geladener organischer Ionen ionisieren. Beispiele dafür sind Carboxymethylstärke, oxidierte Stärke und Monostärkephosphat.

Anionische/Anionaktive Stärke2015-07-15T09:54:19+02:00

AOX-freie Stärkeprodukte

frei von absorbierbaren organischen Halogeniden – bedeutet, dass ein bestimmtes Stärkeprodukt frei von absorbierbaren organischen Halogenoiden ist. Obwohl native Stärke von Natur aus frei davon ist, enthält modifizierte Stärke manchmal gewisse Anteile davon (z.B. oxidierte Stärke). Es besteht ein Trend zu AOX-freien Stärkeprodukten bei umweltschonenden Herstellungsverfahren, z.B. in der Papierindustrie.

AOX-freie Stärkeprodukte2015-07-15T09:57:37+02:00

Ästhetische Eigenschaften

Die stoffliche Beschaffenheit eines Produktes muß den Erwartungen der Kunden entsprechen. Pulverisierte Stärke muß so nahe als möglich an reines Weiß in der Farbe herankommen, obwohl Maisstärkederivate ein sehr helles Gelb aufweisen können, was jedoch als akzeptabel gilt. Kristallartige Materialien sollten wasserklar und frei von Fremdpartikeln sein. Partikuläre Produkte (= aus Einzelteilen bestehende Produkte) müssen ein gutes Fließvermögen aufweisen und klumpenfrei sein. Glykosesirup muß farblos, glitzernd und frei von suspendierten (= festen) Substanzen oder Bodensatz sein.

Ästhetische Eigenschaften2015-07-15T09:59:37+02:00

Beta-Amylase

Ein Enzym, das Stärke sofort in Maltose aufspaltet (kommt nur in Pflanzen, z.B. Sojabohnen oder Malz vor). Wird verwendet zur Herstellung von maltosereichem Sirup.

Beta-Amylase2015-07-15T10:02:37+02:00

Biologische Abbaubarkeit

Langsamer Abbau der Molekularstruktur von Stoffen, die durch Umweltfaktoren wie Regen, Sonnenlicht etc. verursacht werden.
Biologische Abbauarbeit ist ein charakteristisches Merkmal der Stärke und der Stärkederivate; diese Eigenschaften nützt man bei der Entwicklung von biologisch abbaubaren Wasch- und Reinigungsmitteln sowie thermoplastischen Produkten auf der Basis von Stärke.

Biologische Abbaubarkeit2015-07-15T10:03:39+02:00

Brechzahl, Brechungszahl

Darunter versteht man die Ableitung (= Richtungsänderung), die das Licht beim Übergang in ein optisch andersartiges Material erfährt, indem seine Fortpflanzungsgeschwindigkeit anders ist. Verwendet zur Bestimmung der Konzentration bei Glukosesirup, für Stärkepasten sowie in der Papierindustrie.

Brechzahl, Brechungszahl2015-07-15T10:05:08+02:00

Brix Skala

Gebräuchliche Maßeinheits-Gradeinteilung für Zuckerlösungen. 1° Brix = 1 Gewichts% Rohrzucker. Gemessen wird mittels Aräometer; mit diesem Messverfahren kann der Anteil an Trockensubstanz bei Lösungen genau bestimmt werden. Bei Glukosesirup werden als Messverfahren der Brechungsindex verwendet, bzw. konsultiert man Standardtabellen.

Brix Skala2015-07-15T10:06:31+02:00

Chemisch veränderte Stärke

Stärke, die mit Chemikalien behandelt wurde, so dass einige Hydroxylgruppen durch Ester- oder Ethergruppen ersetzt wurden.
Das sogenannte „Crossbonding“, wobei 2 Hydroxylgruppen auf benachbarten Stärkemolekülen chemisch verbunden sind, zählt ebenfalls zu einer Form der chemischen Veränderung. Auch sehr geringe chemische Veränderungen können die rheologischen, physikalischen und chemischen Eigenschaften der Stärke grundlegend verändern. Die Verwendung von modifizierter Stärke in Lebensmitteln ist durch EU-Gesetze und Gesetze auf nationaler Ebene beschränkt.

Chemisch veränderte Stärke2015-07-15T10:07:31+02:00

Degradation

Verkleinerung von Stärkemolekülen, normalerweise mittels chemischer oder enzymatischer Reagenzien bzw. hoher Schubkraft. Auch als Depolymerisation bezeichnet.

Degradation2015-07-14T18:56:42+02:00