Begriffslexikon

Partikelgröße

Normalerweise als Partikelgrößenverteilung oder Teilchenverteilung bezeichnet; gibt den vollen Umfang der in der jeweiligen Testprobe gefundenen Partikel an. Zu beachten ist, daß die Größenverteilung bei Stärke, die durch Trockenabsiebung ermittelt wird, nicht mit der Schwebemethode verglichen werden kann (z.B. Coulter-Counter-Methode), da natürlichvorkommende Agglomerate in ihre primären Partikel vor dem Coulter-Counter-Meßverfahren aufgelöst werden. Die Partikelgröße löslicher Produkte, die durch Trocknen gewonnen werden (z.B. Maltodextrin) oder durch Kristallisation (z.B. Dextrose) wird durch die Trockenabsiebung ermittelt.

Partikelgröße2015-07-15T13:06:45+02:00

Peak-Viskosität

Die höchste Viskosität, die während des Gelierens der Stärke erreicht wird. Dabei quellen alle Körner und nehmen einen großen Anteil des verfügbaren Volumens ein, wobei ein enger Kontakt untereinander besteht. Beim Brabender-Viskosimeter deutlich zu beobachten. Zu beachten ist, daß beim Abkühlen der Stärkepaste die Viskosität über diesen Wert ansteigt, aber nur den tatsächlichen Höchstwert, der bei der heißen Stärkepaste ermittelt wird, bezeichnet man so.

Peak-Viskosität2015-07-15T13:32:14+02:00

Perlstärke

Der Ausdruck stammt aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts und bezieht sich auf den Aggregatzustand der Stärke, die in dem Vorläufer des heutigen Sprühtrockners (dem alten Darrofen) getrocknet wurde.

Perlstärke2015-07-15T13:33:14+02:00

pH-Wert

Auch als Wasserstoffionen-Konzentration bezeichnet. Bezeichnung für den mit (-1) multiplizierten Zehnerlogarithmus der Wasserstoffionen-Aktivität. Maßeinheit für den Säuregrad (pH-Wert von 7 bis 0) bzw. Alkalität oder Basizität (pH-Wert von 7 bis 14) auf einer Skale von 7 bis 14.

pH-Wert2015-07-15T13:35:02+02:00

Physikalisch veränderte modifizierte Stärke

Stärke, die vom Hersteller physikalisch behandelt wurde, ohne neue chemische Gruppierungen einzubauen. Beispiele dafür sind: Walzentrocknung, Strangpressen, Sprühtrocknung, Behandlung mit Wärme oder Feuchtigkeit. Physikalisch veränderte Stärke gilt als „reiner“ als chemisch veränderte Stärke, besonders in der Lebensmittelindustrie; mit chemischen Mitteln sind jedoch umfangreichere Veränderungen möglich.

Physikalisch veränderte modifizierte Stärke2015-07-15T13:36:16+02:00

Polymerisationsgrad

Bezeichnung für die Anzahl der Grundbausteine in den Makromolekülen eines Polymerhomologen. Der mittlere Polymerisationsgrad ist ein Maß für die durchschnittliche Größe der in einem hochpolymeren Stoff vorliegenden Makromoleküle und läßt sich als Quotient aus dem mittleren Molekulargewicht des Polymers und dem Molekulargewicht des Grundbausteins berechnen. Bei Stärke, Maltodextrin oder Glukosesirup weist der Polymerisationsgrad auf die durchschnittliche Anzahl an Anhydroglukose-Einheiten im Molekül hin. Die Abkürzungen DP1, DP2 usw. beziehen sich auf Polymerketten, bei denen die Anzahl an Anhydroglukose-Einheiten bekannt ist. Abkürzungen wie z.B. DP3+ bezeichnen alle unbekannten Polymerisationsgrade von 3 aufwärts. Die Abkürzungen Dpn bedeutet Diphosphopyridinnucleotid (= Codehydrase I) und steht für einen Anteil mit einem unbekannten Polymerisationsgrad.

Polymerisationsgrad2015-07-15T13:37:52+02:00

Pyrogenfreie Dextrose

Dextrose zur intravenösen Verabreichung wird durch ein zweckorientiertes Verfahren hergestellt, wodurch sie pyrogenfrei ist. Der Dextrosegrad wird regelmäßig getestet (mittels Limulus Amoebocyte Lysate Verfahren) und zusätzlich von einem zugelassenen unabhängigen Labor getestet, um sicherzustellen, daß die Dextrose pyrogenfrei ist.

Pyrogenfreie Dextrose2015-07-15T13:38:40+02:00